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Ursachen der Schlafstörungen, und wie man sie beheben kann
Diese Störungen können sehr vielfältig sein. Man unterscheidet eine Einschlaf- von einer
Durchschlafstörung, eine Schlafumkehr, vermindertes oder auch erhöhtes Schlafbedürfnis,
Schlaf-Apnoe-Syndrom und eine Aussetzung der Atmung.
Ursachen
Als umweltbedingte Ursachen kommen unter anderem in Frage:
• Lärm oder ein zu helles Licht
• Unbequeme Lagerung
• Raumtemperatur ist zu hoch
• Luftfeuchtigkeit zu niedrig oder zu hoch
• Zu frühes zu Bett gehen
• Der alte Mensch wird zu wenig aktiviert
• Nichtbeachtung von Gewohnheiten, zum Beispiel individuelle Zubettgehzeit
• Telefongespräche mit Angehörigen können für Aufregung sorgen
Auch seelische Ursachen können Schlafstörungen bewirken:
• Angstzustände und Depressionen
• Aufregung, Sorgen und Trauer
• Reizüberflutung am Tage
• Vorfreude auf den nächsten tag
• Fremde Umgebung
• Entzug von Schlafmitteln
• Verwirrtheit und Demenz
Körperliche Ursachen:
• Atemnot
• Herzerkrankungen und nächtliches Wasserlassen
• Schmerzustände
• Unterzuckerung bei langen Nahrungspausen: das Tief liegt ca. um 4.00 Uhr während der Nachtstunden
• Sauerstoffmangel des Gehirns, zum Beispiel durch Blutdruckabfall
• Juckreiz der Haut
• Volle Blase mit Unruhegefühl und Schweißausbruch sowie Inkontinenz
• Durchfall und Erbrechen
• Entgegengesetzte Wirkung bei Schlafmittelmissbrauch
• Hunger
• Schlafstörungen bei der Parkinsonerkrankung oder auch bei Demenz
Mögliche Behebung
Die pflegerischen Hilfen zum Schlafen müssen individuell ausgelotet, angepasst und angewendet werden:
• Schlaftabletten nach Verordnung – so wenig, wie nötig, ggf. Bedarfsmedikation vom Haisarzt verordnen lassen
• Schmerzmittel und Beruhigungsmittel – ggf. Bedarfsmedikation zur Nacht
• Toilettengänge anbieten, eventuell verordnete Trinkmenge beachten, das heißt, nicht zu spät
am Tag noch viel zu trinken geben
• Bequeme Lagerung zur Nacht, sofern es der Lagerungsplan zulässt, Lieblingsseite zum
Einschlafen, Schmusekissen; Fixierungen tragen in der Regel nicht zu einer bequemen Lagerung bei
• Spätmahlzeit anbieten: Wichtig bei dementen Menschen oder auch Diabetikern; darauf achten,
dass die Spanne bis zum Frühstück am nächsten Morgen nicht zu groß ist
• Aktive Tagesgestaltung unter Beachtung der Tagesform und Biographie, wenn möglich;
Spaziergang am Abend, kurze Mittagsruhe
• Nicht zu frühes zu Bett gehen; im Pflegeheim versuchen, ob die Nachtwache den alten Menschen
zu Bett bringen kann
• Verwirrten und dementen Menschen Sicherheit vermitteln; Bezugsperson, Tagesstrukturierung,
Rituale einhalten; Erklärungen geben, klare Unterscheidung zwischen Tag und Nacht; Bettgitter nur
wenn es erforderlich ist, zusätzlich eine Matratze vor das Bett auf den Boden legen; Bett absenken
• Ruhige Gestaltung des Abends, zum Beispiel Gespräch über die Ereignisse des Tages anbieten,
leise Musik anstellen
• Abendrituale ermöglichen: das Telefonat mit Angehörigen, das Sprechen eines Gebetes,
Abendlied, ein Betthupferl
• Gespräch anbieten bei Angstzuständen und Depressionen, Biographie beachten, Verständnis
zeigen, die Zeit für ein Gespräch mitbringen
• Für frische Luft sorgen, Heizungen am Abend zurückschalten, Dunkelheit ermöglichen,
eventuell kleines Nachtlicht einschalten, ausgewogene Luftfeuchtigkeit herstellen
• Dem alten Menschen des Gefühl geben, dass auch während der Nachtstunden jemand für ihn da ist,
Klingel in erreichbarer Nähe, Türe offen lassen
• Individuell Fußbänder anbieten, Einreiben mit Lavendel und Melisse
• Schlaftee oder auch ein Glas warme Milch anbieten, auf Wunsch ein Glas Bier reichen; eine
Tasse Kaffee wirkt bei manchen Menschen Wunder.
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