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Der Schlaf im Alter
Allgemein ging man bis vor kurzem davon aus, dass sich das Schlafbedürfnis im Alter verringert.
Das stimmt nachgewiesenermaßen nicht. Der ältere Mensch verliert jedoch die Fähigkeit, länger und
ungestört durchzuschlafen. Der Schlaf wird leichter, und es können auch altersbedingte Störungen
organischer Natur wie nächtlicher Harndrang auftreten, die sich negativ auf den Schlaf auswirken.
Der Schlaf älterer Menschen ist flach. Durch ihren freieren Tagesablauf sind sie jedoch in
der Lage, tagsüber schlaf nachzuholen. Der Traumschlaf (REM-Phase) hat bei älteren etwas
den gleichen Anteil wie bei jüngeren Menschen, aber die Dauer des Tiefschlafs nimmt zugunsten
der Leichtschlafphasen ab. Weckreaktionen nehmen hingegen zu. Wie Studien in den USA zeigen,
treten bei Menschen über 60 Jahren bis zu 160 solcher Weckreaktionen auf. Bei jungen Menschen
liegt die Zahl bei 5. Es sind oft nur geringe Ursachen, die den Schlaf älterer Menschen stören,
ein fernes Hundegebell, eine Turmglocke, ein Windstoß. Danach liegen sie lange wach, ohne wieder
einschlafen zu können. Jüngere Untersuchungen deuten darauf hin, dass auch organische Veränderungen
der inneren Uhr Ursache für die altersbedingten Veränderungen der Schlafgewohnheiten sein können.
Bei vielen älteren Menschen kommen neben den normalen, altersbedingten Veränderungen
der Schlafgewohnheiten noch organische Krankheiten wie Atemwegserkrankungen, rheumatische
Erkrankungen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden hinzu, so dass viele Mehrfachkranke nachts wegen
Schmerzen oder Beschwerden aufwachen.
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