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Die Schlafphasen
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen den REM-Phase und den Non-REM-Phase. REM steht für Rapid
Eye Movement (schnelle Augenbewegungen), ein Kennzeichen dieser Schlafphase. In der REM-Phase
treten die meisten Träume auf. Die beiden Schlafzustände unterscheiden sich sehr stark.
Während des Schlafes durchlaufen wir normalerweise vier Schlafzyklen. Jeder Schlafzyklus unterteilt
sich wiederum in vier Schlafphasen ohne schnelle Augenbewegung (Non-REM) und eine REM-Phase.
Die Phasen unterscheiden sich am deutlichsten anhand der Gehirnaktivität.
Diese Phasen sind bei allen Menschen gleich, variieren aber in ihrer Länge:
Einschlafphase
Es ist eine Zeit des Halbschlafes, ein Übergangsstadium, aus dem man leicht wieder geweckt werden
kann. Die Gehirnwellen wandeln sich von den Beta-Wellen des Wachzustandes in die langsamen und
regelmäßigen Alpha-Wellen, die eine Amplitude von 8 bis 12 Hz haben. Die Muskeln entspannen sich,
Herzschlag und Atemzüge werden gleichmäßig und stabil. Die Augäpfel bewegen sich langsam nach oben
und unten.
Stadium 1 (der Non-REM-Phase)
Eine kurze Phase von wenigen Sekunden bis einigen Minuten Dauer. Sie markiert den Übergang vom
Einschlafen zum Schlaf. Man hat in dieser Phase oft das Gefühl, zu fallen. Mitunter auftretende
Muskelzuckungen rühren von der Entspannung der Muskeln her. Die Augen bewegen sich langsam und
ziellos. Die Gehirnfrequenz bei 2 bis 4 Hz.
Stadium 2 ( der Non-REM-Phase)
Der Schlaf vertieft sich. Die Muskeln sind sehr entspannt, die Augen stehen fast still.
Die Gehirnströme steigen an und liegen bei 8 bis 12 Hz.
Das ist die Zeit, in der vor allem bei seelischen Konflikten sehr realitätsbezogene Träume auftreten.
In seelischen Krisenzeiten können diese Träume sehr störend sein, und verhindern, dass die träumende
Person zum Tiefschlaf kommt. Betroffene wachen dann morgens auf und fühlen sich „wie gerädert“.
Stadium 3 ( der Non-REM-Phase)
Die Ruhe steigert sich immer mehr und die Gehirntätigkeit sinkt auf messbare 2 bis 4 Hz.
Stadium 4 (Tiefschlaf)
Das tiefste Schlafstadium ist erreicht. Herzschlag und Atmung sind sehr langsam und regelmäßig,
die Augen bewegen sich kaum und alle Muskeln sind völlig entspannt. Die Hirnstromfrequenz liegt
bei 0,5 bis 2 Hz. In dieser Phase ist die körperliche Erholung am intensivsten. Besonders
das Immunsystem regeneriert sich in diesem Schlafabschnitt. Es ist sehr schwer, aus dieser Phase
aufzuwachen. Mitunter dauert es Minuten, bis man sich orientieren kann. Man schläft auch meist
sofort wieder ein, wenn man in Ruhe gelassen wird. Oft erinnert man sich nicht daran, wenn man
in dieser Phase geweckt wird.
REM-Phase (Traumphase)
Das ist der Zeitpunkt vieler und intensiver Träume. Die Augenbewegungen sind sehr stark
(daher auch der Name dieser Phase), Herzschlag und Armen sind unregelmäßig und erhöht.
Die Skelettmuskulatur ist fast völlig gelähmt, nur die Augen- und Gesichtsmuskeln bewegen sich.
Die Gehirnaktivität ist sogar höher als im Wachzustand: 4 bis 8 Hz werden gemessen.
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