|
 |
Der Begriff „Schlaf“
Der Bergriff „Schlaf“ stammt aus dem Altgermanischen und bezieht sich auf das typische Schlaffwerden
des Schlafenden.
Das Durchschnittliche Schlafbedürfnis eines Erwachsenen liegt bei sieben bis acht Stunden täglich.
Langschläfer brauchen bis zu zehn Stunden Schlaf pro Nacht. Kurzschläfer kommen mit vier Stunden aus.
Nach großen Anstrengungen und Belastungen steigt unser Schlafbedürfnis an. Schlafen auf Vorrat ist
jedoch nicht möglich. Wenn wir nicht genug oder schlecht schlafen, macht sich das unangenehm
bemerkbar: wir sind müde, reizbar oder niedergeschlagen; unsere Leistungsfähigkeit ist
eingeschränkt. Etwa die Hälfte aller Menschen über 65 Jahren leidet nach Expertenschätzungen
zeitweise oder dauerhaft an Schlafstörungen. Besonders die pflegenden Angehörigen leiden darunter
– an den eigenen oder den Schlafstörungen ihrer Pfleglinge.
Erholung oder Ohnmacht – der Schlaf wurde schon immer zwiespältig gesehen. Während die einen
ihn als „die köstlichste Erfindung“ (Heinrich Heine) und „das Beste, was wir haben“ (Saroyen)
begrüßen, ist er den anderen als „Bild des Todes“ (Cicero) unheimlich. Schlaf und Tod sind einander
nahe. In der griechischen Sagenwelt sind Hypnos, der Schlaf, und Thanatos, der Tod, ein Brüderpaar.
Unbestreitbar jedoch ist die erholsame Wirkung des gesunden Schlafes. Der Philosoph Schopenhauer
verglich das Schlafen mit dem Aufziehen einer Uhr, und Goethe sagte, dass ihm der Schlaf vieles
heile.
Noch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts hielt man den Schlaf für eine Zeit, in der das Gehirn
gewissermaßen „abgeschaltet“ wird. Mit der wissenschaftlichen Erforschung des Schlafes begann
man übrigens erst etwas um 1950. Durch sie wissen wir heute, dass das Gehirn im Schlaf sehr
rege ist. In modernen Schlaflabors kommt die Wissenschaft mit elektronischen Messgeräten hinter
die Geheimnisse des Schlafes. Sie zeichnen so genannte Elektro-Enzephalogramme (EEG) auf,
in denen die Gehirnaktivität während der Schlafphasen graphisch dargestellt wird.
Die Mediziner unterscheiden zwischen verschiedenen Phasen, in denen wir unterschiedlich tief
schlafen.
|
 |
|